Worum es hier geht
Woher der Name kommt und warum ich das mache.
Der Name
Meine Großmutter Maria Luise, von fast allen Marie Lou genannt, hatte fast den ganzen Tag eine Kanne Kaffee auf dem Herd.
Wer vorbeikam, bekam eine Tasse. Eine Nachbarin, ein Freund, jemand, der gerade eine schwere Zeit hatte, oder ich als Kind. Kaffee war das, was Leute an den Tisch brachte.
Mit dem Rösten habe ich erst viel später angefangen. Als ich einen Namen für das hier brauchte, war ihrer der, auf den ich immer wieder zurückkam.

Wie ich hier gelandet bin
Ich bin zum Kaffee gekommen wie viele andere auch. Erst als Konsument, dann als jemand, der genauer gelesen und verkostet hat, und schließlich als jemand, der ihn selbst rösten wollte.
Je mehr ich über die Lieferkette gelernt habe, desto wichtiger wurden mir die Stellen, die normalerweise unsichtbar bleiben. Die Arbeit ist hart, die Margen auf der Anbauseite eng, und der größte Teil des Wertes bleibt weit entfernt von den Leuten, die die Bohnen anbauen.
Ich tue nicht so, als würde ein kleines Projekt aus München daran etwas ändern. Aber ich wollte wissen, bei wem ich kaufe, und sorgfältig genug rösten, damit die Arbeit in der Tasse zur Arbeit auf dem Feld passt.
Wo ich gerade stehe
Aktuell röste ich zuhause in kleinen Chargen, während ich an den nötigen Zulassungen arbeite, um Kaffee in Deutschland öffentlich verkaufen zu dürfen.
Bis das geregelt ist, geht das, was ich röste, an Freunde, Familie und Leute, die sich melden und fragen. Kein Shop, keine Bestellungen, keine Bezahlung. Einfach Kaffee, geteilt wie früher an ihrem Küchentisch.
Etwas Gutes machen. Es mit Menschen teilen. Mehr ist es nicht.
Wie ich arbeite
Selbstgebauter Röster
Ich habe einen kleinen elektrischen Röster mit Sensoren und Regelung selbst gebaut. So kann ich präzise rösten, ohne eine 20-kg-Industriemaschine zu brauchen.
Sorgfältiger Einkauf
Ich beziehe Rohkaffee über Fair-Trade-Importeure, die ich recherchiert habe und denen ich vertraue. Jede Partie wird nach Qualität und nach der fairen Bezahlung der Bauern ausgewählt.
Leise
Keine Werbung, keine Influencer-Posts, keine teure Verpackung. Was dadurch gespart wird, bleibt entweder bei den Bauern oder einfach gespart.
Fair, nicht maximiert
Ich versuche nicht, daraus eine Marke aufzubauen. Ich will das hier gut machen, einen fairen Preis nehmen und dafür sorgen, dass die Menschen, die die Bohnen anbauen, anständig bezahlt werden.
Wenn du bis hierher gelesen hast
Danke fürs Lesen. Wenn dich das hier anspricht und du eine Tüte probieren möchtest, findest du mich am einfachsten über die Kontaktseite.
Wenn du selbst röstest, Kaffee importierst, ein Café hast oder einfach neugierig bist, ich freue mich, von dir zu hören.
— Marcel